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Blickpunkt Personal: Personalbericht 2010 (Band 2)

95 blickpunkt personal Personalmanagementbericht 2010 Personalbericht 2010 Band 2: Personalmanagementbericht 95 dere junge Frauen auf eine Führungsaufgabe vorzubereiten. Auch ein Seminar mit dem The- ma „Eigene Karrierestrategien reflektieren“ soll das Ziel unterstützen. - Die BSU hat als Führungsaufgabe in ihrem Gleichstellungsplan festgelegt, dass Stellvertre- tungsfunktionen bevorzugt mit Frauen besetzt werden sollen. Damit soll erreicht werden, dass Frauen Führungserfahrung gewinnen und damit ihre Chancen erhöhen, Führungsfunktionen zu übernehmen. - Frauen aus Schule und Verwaltung, die sich bezüglich ihrer Karrierechancen beraten lassen möchten, stehen individuelle Beratungsangebote sowie behördenspezifische bzw. schulspezi- fische Seminare zur Verfügung. In 2009 ist ein einjähriges Pilotprojekt zur Förderung von weib- lichem Führungsnachwuchs in Hamburger Schulen gestartet worden. Das Pilotprojekt wird mit Fortbildungsangeboten, Informationsmaterialien und Beratung begleitet. Weitere Informationen sind unter: www.mentoring.hamburg.de zu finden. Seit zwei Jahren wird für Büroleitungen in den Schulen eine Coachingreihe angeboten, die insbesondere auch der Vernetzung der Führungskräfte dient. - Das Personalamt hat ein Seminar zum Thema „Was erwartet mich im Assessmentcenter?“ für Frauen ab A11/E11 durchgeführt. Außerdem sollen im Rahmen von Mitarbeiter-Vorgesetzten- Gespräche (MAVG) berufliche Entwicklungspläne und Karrierevorstellungen thematisiert wer- den. - Im Bereich der BfI werden zur Verbesserung der Karriereplanung Workshops mit dem Thema „Karriere von Frauen und Männer unter dem Fokus – Lebenskarriere“ organisiert. Dabei sollen Frauen ermutigt werden, sich für höhere Besoldungs- und Vergütungsgruppen zu bewerben oder Führungsaufgaben zu übernehmen und familiäre Aufgaben anders zu verteilen; Männer sollen überdenken, ob sie in bestimmten Lebensphasen Elternzeit, Telearbeit oder Teilzeit wählen. - Die Besetzung von Stellvertreterfunktionen und die Übertragung von Projektleitungen verstärkt an Frauen zu vergeben, hat sich auch der LSBG als Ziel in seinem Gleichstellungsplan ge- setzt. Frauen sollen verstärkt Fortbildungen zur Vorbereitung auf eine Führungsaufgabe ange- boten werden. - Die BSB ist eine Kooperation mit der JB, BWF und BSG eingegangen, die eine Bausteinreihe für Führungskräftenachwuchs entwickelt haben. Sie dient der Vernetzung potentieller Füh- rungskräfte und soll fortgesetzt werden. Um Beschäftigten im gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienst die Möglichkeit des Aufstiegs in den höheren Dienst zu ermöglichen (prüfungsgebundener Aufstieg), wurde den Beschäftigten der hamburgischen Verwaltung erstmals in 2009 ein Master-Studium an der Hochschule für Angewandte Wissenschaft (HaW) angeboten. Von den 34 Bewerberinnen und 29 Bewerbern wurden 28 Frauen und 20 Männer zum AC eingeladen. 14 Frauen und 6 Männer erhielten die Zusage zu dem Master- studium.53 Im mittleren Dienst wird ein prüfungsgebundener Aufstiegslehrgang alle drei Jahre angeboten; 2009 waren von den 22 teilnehmenden Personen 16 Frauen und 6 Männer. Dieses Geschlechterverhält- nis entsprach auch ungefähr früheren Aufstiegslehrgängen. Der mittlere allgemeine Verwaltungs- dienst ist stark frauendominiert. Dies hängt mit der Berufsorientierung von jungen Frauen und Män- 53 Im prüfungsfreien Aufstieg ist das Geschlechterverhältnis umgekehrt: Im vergangenen Jahr waren von 262 Aufstiegsbe- amtinnen und -beamten 207 Männer und 55 Frauen.