
90 blickpunkt personal Personalmanagementbericht 2010 Personalbericht 2010 Band 2: Personalmanagementbericht 90 diese Decke auf jeden Fall bei den höchsten Eingruppierungen zu existieren. Ein Beispiel ist der höhere Dienst. Hier scheint bereits die erste Stufe nicht leicht zu überwinden zu sein (Abbildung 10). Gleichwohl zeigen die Entwicklungen, dass sich in der Deckenhöhe etwas bewegt, selbst im Bereich der B-Besoldung . Ursächlich für diese Entwicklung ist die zunehmende Zahl von Einstellungen von Frauen in den Eingangsämtern. Dies gilt im Übrigen auch für die anderen Laufbahngruppen. Abbildung 10: Verteilung von Frauen und Männern nach Bezahlungsgruppen im höheren Dienst der hamburgi- schen Verwaltung im Jahr 2009 (ohne Lehrkräfte) Interessant sind die Strukturen im Richter- und Staatsanwaltsbereich. So ist im R1-Bereich die Ver- teilung von Frauen und Männer ausgewogen, aber bereits auf der R2-Ebene ist der Frauenanteil deutlich geringer (siehe Tabelle 12). Verglichen mit anderen Bundesländern hat Hamburg in den Spitzenpositionen in der Verwaltung teilweise Nachholbedarf. So liegt er auf Bezirksamtsebene im Durchschnitt, auf Amtsleiterebene eher unterdurchschnittlich, wie es der 2009 erstmals erschienene Atlas zur Gleichstellung von Frau- en und Männern in Deutschland ausweist.49 Die unterschiedliche Verteilung von Frauen und Männern in Führungspositionen hat zu einer Ver- einbarung der Regierungsparteien im Koalitionsvertrag geführt; diese wurde in das Regierungspro- gramm übernommen. Danach ist eine Beteiligung von mindestens 40 % beider Geschlechter an 49 Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland, Oktober 2009, S.14 und S.16 37,8% 62,3% 72,8% 73,0% 78,9% 90,9% 80,8% 87,5% 62,2% 37,7% 27,2% 27,0% 21,1% 9,1% 19,2% 12,5% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% A13 A14 A15 A16 B2 B3 B4 B6 Männeranteil Frauenanteil