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Blickpunkt Personal: Personalbericht 2010 (Band 2)

7 blickpunkt personal Personalmanagementbericht 2010 Personalbericht 2010 Band 2: Personalmanagementbericht 7 Qualität der Gefährdungsbeurteilungen in der FHH weiter zu verbessern. Des Weiteren soll gemein- sam mit den Spitzenorganisationen der Gewerkschaften die oben genannte Vereinbarung zur Ge- fährdungsbeurteilung erarbeitet werden. Gefährdungsbeurteilung zu Gewalt gegen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 2005 wurde im Zusammenhang mit der Drs. 18/2485 eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um die The- matik „Gewaltbereitschaft gegen öffentlich Bedienstete in Hamburg“ aufzuarbeiten. Die Arbeitsgruppe, in der neben dem Personalamt eine Reihe von Vertreterinnen und Vertretern aus Behörden und Ämtern, der ARGE SGB II (team. arbeit. Hamburg) und der Spitzenorganisationen der Gewerkschaften vertreten sind, entwickelte 2008 in Kooperation mit der Unfallkasse Nord eine Checkliste zur Gefährdungsbeurteilung von Gewalt gegen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie einen Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der Sicherheit am Arbeitsplatz. Diese wurde von den Behörden und Ämtern, Landesbetrieben, Hochschulen sowie der ARGE SGB II genutzt, um ihre Arbeitsplätze zu überprüfen. Die umfassenden Rückmeldungen zeigen, dass das Problem in seiner Brisanz erkannt und mit teilweise hohem Aufwand aufgearbeitet wurde. 25 Dienststellen (das sind mehr als 60 % der Befragten) schätzten zumindest für bestimmte Arbeitsbereiche ein Gefährdungs- potenzial als relevant ein. Überwiegend wurden bereits Maßnahmen zur Gewaltprävention eingelei- tet. Auf der Basis der zahlreichen Rückmeldungen von Maßnahmen zur Verringerung der kritischen Punkte hat die Arbeitsgruppe im April 2009 ein Handlungskonzept beschlossen und den Dienststel- len im Mai 2009 zur Verfügung gestellt. Es besteht aus zwei Modulen: Im Modul I, dem Maßnahmenkatalog „Info Orga Bau“, sind 41 empfohlene Maßnahmen aufge- führt, unterteilt in die Handlungsfelder Information, Organisation und Bau/Ausrüstung. Es han- delt sich überwiegend um die aus der Erhebung bekannten Lösungsansätze, die für die Dienststellen aufbereitet wurden, um ihnen die praktische Umsetzung zu erleichtern. In das Modul II, die Liste der „Vorreiter“, sind neun Dienststellen aufgenommen worden, die das Thema Gewalt engagiert und ideenreich angehen und ihr Einverständnis dazu erklärt ha- ben, ihr positives Wissen zum allseitigen Nutzen an andere, ähnlich strukturierte Dienststellen weiterzugeben. Dies ist durch Vorträge, Führungen, Schulungen oder andere Veranstaltungen geschehen, aber auch durch schriftliche Informationen. Das Konzept ist bewusst als Empfehlung ausgestaltet, weil eine zentrale Arbeitsgruppe nicht alle dezentralen Bedarfe und örtliche Besonderheiten kennen und schon deswegen keine verbindlichen Vorgaben machen kann. Nichtsdestoweniger riet die Arbeitsgruppe allen Adressaten nachdrücklich, die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Katalog „Info Orga Bau“ in ihren Dienststellen eingehend zu prüfen, je nach Bedarf und Möglichkeiten weitere zu entwickeln und die Informationsangebote der „Vorreiter“ wahrzunehmen. So wurde zum Beispiel vom Personalamt ein Auftakttreffen aller „Vorrei- ter“ zur Abstimmung der Aktivitäten organisiert und einzelne Informationsveranstaltungen begleitet. Ferner bietet das Personalamt auch weiterhin seine Unterstützung bei der Gewaltprävention an. Soweit für diese dezentrale Umsetzung Finanzmittel erforderlich sind, obliegt es den jeweiligen Dienststellen, diese Mittel zu mobilisieren und gegebenenfalls einzuwerben.