Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Blickpunkt Personal: Personalbericht 2010 (Band 2)

69 blickpunkt personal Personalmanagementbericht 2010 Personalbericht 2010 Band 2: Personalmanagementbericht 69 D.6.2. Planungsmethodik und Personalbedarfsplanungs-Matrix Planung ist immer mit Unsicherheiten verbunden. Selbst in einer eher kurzen Zeitspanne können sich Planungen als überholt erweisen, wenn sich die Zusammensetzung der Beschäftigten in einer Behörde oder in einem Amt verändert. Einflussfaktoren wie strukturelle Veränderungen, Umorgani- sationen oder der Einsatz von eGovernment sind in ihren Auswirkungen auf die Personalplanung nicht genau abzuschätzen. Mit zunehmendem Zeithorizont zum Anfangsjahr haben Aussagen über die weitere Entwicklung des Personalbedarfs eine geringere Aussagekraft. Daraus die Schlussfolge- rung zu ziehen, auf jegliche Planung zu verzichten, wäre jedoch fatal. Unter den bestehenden Rah- menbedingungen (Haushaltsdisziplin, hohe Altersabgänge und Rekrutierungsprobleme durch die demografische Entwicklung) würde dies letztlich bedeuten, ungeplant und zufällig auf diese Heraus- forderungen zu reagieren bzw. den Status quo fortzuschreiben. Um die abnehmende Planungssicherheit deutlich hervorzuheben, wurden die Planungszeiträume in der PBP-Matrix unterteilt und entsprechend farblich unterlegt: Neben dem Ausgangsjahr 2009 ist das Jahre 2010 durch den Doppelhaushalt abgedeckt. Der Doppelhaushalt 2011/12 ist in der Pla- nung. Überwiegend sind die Positionen des Haushalts festgelegt und der Spielraum für neue Projekte ist eher als eng einzuschätzen. Für die Jahre bis 2013 liefert die mittelfristige Finanzplanung einschließ- lich der Konsolidierungsvorgaben des Senats die Basis. Der Zeitraum 2014 bis 2017 ist dagegen hauptsächlich durch die altersbedingten Abgänge und Erfahrungswerte hinsichtlich der Fluktuation gekennzeichnet und insofern eher als Fortschreibung unter Status-quo-Bedingungen zu bewerten. Bei dem vorgegebenen Planungshorizont sind damit in der mittel- bis langfristigen Perspektive vor allem die Altersabgänge eine zuverlässige und bedeutsame Grundlage. Alle an der Planung Beteiligten arbeiten in einer einheitlichen, abgestimmten Matrix. Diese Matrix wird ihnen mit entsprechenden Kommentaren zur Verfügung gestellt. Die Behörden und Ämter sind für ihre Planungszahlen verantwortlich. Bei überbehördlichen Planungen legen die federführenden Bereiche einzig die Einzelplanungen aufeinander, ohne dass in die Planungshoheit eingegriffen wird. Die behördeninterne Abstimmung erfordert die Zustimmung der Staatsrätin bzw. des Staatsra- tes der jeweiligen Behörde. Die Planungsmatrix enthält folgende Informationen: Position 1 nennt die für die Planung verantwortliche Behörde Position 2 beschreibt die zu planende Berufsgruppe Position 3 zeigt das Planungsjahr Position 4 Soll: Statistischer Personalbestand in Vollkräften plus erkrankte Beschäftigte ohne Krankenbezüge plus Zuschlag für stichtagbedingte Vakanzen Position 4a Veränderung des Solls durch Veränderung der Aufgabenentwicklung Position 4b Veränderung des Solls durch Rationalisierung (u.a. IT) Position 5 Durchschnittlicher Beschäftigungsumfang als Schätz- bzw. Rechengröße Position 6 Ist-Prognose: voraussichtliche Entwicklung des Personalbestandes durch Abgänge Position 6a Personalbestandsveränderungen durch altersbedingte Abgänge (z.B. „Variante 64“) Position 6b Personalbestandsveränderungen durch zusätzliche nicht altersbedingte Abgänge