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Blickpunkt Personal: Personalbericht 2010 (Band 2)

67 blickpunkt personal Personalmanagementbericht 2010 Personalbericht 2010 Band 2: Personalmanagementbericht 67 wanderungen (Brain Drain versus Brain Gain)39 , Bedeutung von Transmigration, Integration statt Segmentation, Urbanisierung und Parallelgesellschaften, Verlagerung von Wirtschafts- zentren infolge von Fachkräfte- und Flächenmangel, Krisen: Folgen des Klimawandels, der Entwaldung und der Wüstenbildung, Verknappung der natürlichen Ressourcen, speziell weltweite Trinkwasserknappheit, Küstenschutzmaßnahmen durch Klimawandel, steigender Energieverbrauch bei Energiedefizit speziell in dynamischen Metropolen wie Hamburg, Kampf um Flächennutzung für Agrar- und Energiewirtschaft, Bedro- hung durch internationalen Terrorismus, Technik und Forschung: Intensivierung der Forschung in den Bereichen Biotechnologie, Nano- technologie, Health und Life Sciences, Entwicklung neuer Nahrungsmittel und mehr System- produkte, virtuelle Dienstleistungen, eGovernment. Aus diesen langfristigen Entwicklungen werden sich Konsequenzen für das Personalmanagement ergeben. So werden sich unsere Kundinnen und Kunden stärker differenzieren. Die interkulturelle Zusammensetzung der Bevölkerung ist dabei eine maßgebliche Komponente, bewirkt sie doch u.a. andere Mobilitätsmuster in Richtung höherer regionaler, insbesondere internationaler Mobilität schon aufgrund ihrer sprachlichen Kompetenzen. Neue Techniken, andere Arbeitsabläufe, neue Formen der Vernetzung führen zu anderen Zeitmustern im Arbeitsalltag, auf die sich Verwaltung einstellen muss. Die frühzeitige Erkennung derartiger Trends erfordert eine, wie die KGSt es nennt, „trendsen- sitive Verwaltung“. Neben der Überprüfung der Servicequalität wird es auf die Pflege von Schnittstellen insbesondere zur Wirtschaft ankommen. Eine frühzeitige Anpassung an eine sich wandelnde Gesellschaft mit ent- sprechenden Veränderungen in der Zielgruppenstruktur bedeutet eine stetige Verschiebung der Pri- oritäten. Dazu ist ein zukunftsorientiertes Personalmanagement unabdingbar. So werden neben Ge- neralisten/-innen verstärkt Spezialisten/-innen benötigt, die Anforderungen an die Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird steigen. Und all dies vor dem Hintergrund einer sehr schwieri- gen Haushaltslage und mittelfristigen Finanzplanung und des demografiebedingt starken Wettbe- werbs um die besten Köpfe. Dies macht deutlich, dass die Verwaltung es sich nicht erlauben kann, teilweise nur auf solche Trends zu reagieren, sondern sie muss sie frühzeitig erkennen und in das Verwaltungshandeln integrieren. Mit der PBP hat die hamburgische Verwaltung den richtigen Schritt getan, der aber konsequent in der Verknüpfung der einzelnen Positionen der Planungsmatrix opti- miert werden muss. Mit der Herausarbeitung von Megatrends hat das Personalamt eine Art Synopse den Behörden und Ämtern zur Verfügung erstellt, um zur Diskussion über die zukünftigen Herausforderungen in den Fachpolitiken anzuregen. Darauf aufbauend lassen sich Personalstrategien erarbeiten, um das er- forderliche Personal mit den notwendigen Anforderungen an Qualifikation und Fähigkeiten zukünftig zu haben. 39 Als "Brain Drain" wird die Abwanderung hochqualifizierter Fach- und Führungskräfte ins Ausland bezeichnet. Die Ge- gentendenz, die Zuwanderung von Spitzenkräften bzw. die Rückgewinnung deutscher Fachkräfte für den deutschen Ar- beitsmarkt, fasst man unter die Begrifflichkeit "Brain Gain“.