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Blickpunkt Personal: Personalbericht 2010 (Band 2)

66 blickpunkt personal Personalmanagementbericht 2010 Personalbericht 2010 Band 2: Personalmanagementbericht 66 Auftraggeber-/ Auftragnehmerverhältnisses an der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HaW) in dem dualen Studiengang Public Management ausbilden lässt, ist sie bei sinkenden Bewer- bungszahlen aufgrund der demografischen Entwicklung besonders gefordert, die Attraktivität der hamburgischen Verwaltung als modernem Arbeitgeber zu präsentieren und die Vielfältigkeit der Auf- gaben darzustellen. Die Wahrnehmung der Öffentlichkeit ist in weiten Teilen noch durch ein zu tradi- tionelles Bild der öffentlich Bediensteten geprägt, das den heutigen vielfältigen Aufgaben und Anfor- derungen in der Verwaltung keineswegs mehr entspricht. Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte besteht nicht nur zwischen öffentlichen und privaten Ar- beitgebern, sondern auch bei den Behörden und Ämtern untereinander, insbesondere wenn es sich um Berufsgruppen handelt, die in vielen Behörden und Ämter eingesetzt werden. Die PBP aus überbehördlicher Sicht macht deutlich, wo Überkapazitäten oder Unterdeckungen in einzelnen Be- reichen der hamburgischen Verwaltung vorausgesehen werden. Dies offenbart sich bei der Rekrutie- rung von Personal, wenn dies überwiegend aus dem Reservoir anderer Behörden und Ämter ge- schieht. Nur in einer Gesamtschau kann ermittelt werden, dass es möglicherweise zu Engpässen kommt, wenn sich die Behörden und Ämter – im Extremfall ausschließlich – zu Lasten anderer Be- hörden oder Ämter ihr erforderliches Personal beschaffen. Der quantitativen Erfassung von Personalbedarfen schließen sich Fragen nach den qualitativen An- forderungen und Fähigkeiten an, die an das Personal in der hamburgischen Verwaltung zukünftig zu stellen sind. Mehr und mehr gehen nun die Aktivitäten in die Richtung, qualitative Aspekte stärker in die PBP einzubeziehen. Die PSR hat in ihrer Sitzung im November 2008 dies ausdrücklich gefordert. Zur Ableitung der qualitativen, künftigen Anforderungen an die Beschäftigten ist es erforderlich, sich mit den langfristigen Aufgaben und Herausforderungen der Verwaltung auseinander zu setzen. Da- bei ist der zeitliche Rahmen für den Blick in die Zukunft zu erweitern, um nicht von vornherein Ent- wicklungen aus zeitlichen Erwägungen als nicht umsetzbar oder machbar auszuschließen. Gesetzli- che Regelungen, denen Beamte/Beamtinnen und Arbeitnehmer/-innen unterliegen, und deren Ände- rungen erfordern z. B. einen zeitlich längeren Umsetzungsprozess. Im Rahmen der regelmäßigen jährlichen Strategiekonferenz der Personalcontroller/-innen und Per- sonalentwickler/-innen wurden Ergebnisse aus Überlegungen zu sogenannten Megatrends präsen- tiert, die für Hamburg in der langen Sicht relevant sein können. Dabei wurde die Zukunftsschau bis in die Jahre 2030 und 2040 geführt. Aus einer Auswertung von ca. 40 Studien über die die langfristi- gen, zukünftigen Entwicklungen in Deutschland und ihren wichtigsten Einflussfaktoren wurden die für Hamburg relevanten Trends ermittelt und daraus vier Megatrends abgeleitet, nämlich Demogra- fie, Wanderungen, Krisen, Technik und Forschung. Damit verbunden sind die folgenden Fragestel- lungen: Demografie: Konsequenzen der alternden Bevölkerung, Umgang mit sozialen Belastungen durch Alter und Krankheit, Gefahren in der Entwicklung der sozialen Systeme, Fachkräfte- mangel, Chancen der Verjüngung durch Zuwanderung, Chancen durch junge Alte und ihre Einbindung ins Ehrenamt, Wanderungen: Folgen von Zuwanderungen aus EU-Ländern und Ländern mit sozialen, politi- schen und wirtschaftlichen Problemen, Erwartungen über qualifikationsmäßige Zu- und Ab-