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Blickpunkt Personal: Personalbericht 2010 (Band 2)

5 blickpunkt personal Personalmanagementbericht 2010 Personalbericht 2010 Band 2: Personalmanagementbericht 5 D.2 Schwerpunkthema Betriebliche Gesundheitsförderung Betriebliche Gesundheitsförderung ist seit vielen Jahren ein zentrales strategisches Handlungsfeld des Personalmanagements des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg. Das 2002 von einer behördenübergreifenden Arbeitsgruppe erstellte Konzept „Gesundheitsförderung in der hamburgi- schen Verwaltung“4 bildet nach wie vor den Rahmen für gesundheitsbezogene Maßnahmen in den Behörden und Ämtern, Landesbetrieben und Einrichtungen. Hinzu kommen Aufgaben, die sich aus rechtlichen Regelungen herleiten. Dies ist etwa bei der Gefährdungsbeurteilung nach § 5 Arbeits- schutzgesetz oder dem betrieblichen Eingliederungsmanagement nach § 84 (2) Sozialgesetzbuch (SGB) IX der Fall. Ob als freiwilliges Angebot oder gesetzliche Verpflichtung: Ziel aller Maßnahmen und Programme der betrieblichen Gesundheitsförderung ist es, die Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft der Beschäftigten zu erhalten und zu stärken. Die Arbeitsbedingungen spielen dabei eine wesentliche Rolle, aber auch das Arbeitsumfeld, die Ausgestaltung der Arbeitsbeziehungen und nicht zuletzt das gesundheitsgerechte Verhalten der einzelnen Beschäftigten. Neben der Erhaltung der körperlichen Gesundheit rückt in den letzten Jahren zunehmend die psy- chische Gesundheit von Beschäftigten in den Blick. So hatte die Ausgabe 2/2009 von blickpunkt personal das Schwerpunktthema „Psychische Erkrankungen im Berufsalltag“. Der Eröffnungsvortrag beim sechsten Personalforum am 9. Dezember 2009 beschäftigte sich mit dem „Umgang mit psy- chisch auffälligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – Über Irrtümer und die richtige Balance“. An dem anschließenden Forum zur vertiefenden Diskussion des Themas nahmen mehr als 50 Perso- nen teil. Vortrag und Diskussion sind – wie auch die anderen Veranstaltungen des sechsten Perso- nalforums – in der Ausgabe 1/2010 von blickpunkt personal dokumentiert.5 In dem komplexen Themenfeld „Psychische Gesundheit und Arbeitswelt“ liegt eine Zukunftsaufgabe für die betriebliche Gesundheitsförderung. So wurde in der im Sommer 2009 durchgeführten behör- denweiten Erhebung zur Gefährdungsbeurteilung danach gefragt, ob psychische Belastungen er- fasst werden (vgl. Abschnitt D.2.1.). Auch im Projekt Gesundheitscoaching, das im Berichtsjahr er- folgreich startete, stehen Techniken zur Stressbewältigung im Vordergrund (vgl. Abschnitt D.2.2.). Die vergleichende Fehlzeitenanalyse (vgl. Abschnitt D.2.3.) ist die wesentliche Grundlage zur Ablei- tung konkreter Handlungsansätze in der betrieblichen Gesundheitsförderung. Darüber hinaus zeigen die Beispiele aus den Behörden und Ämtern das breite Spektrum der Maßnahmen und Projekte, mit denen vor Ort die Gesundheit der Beschäftigten gestärkt und erhalten werden soll (vgl. Abschnitt D.2.4.). Das betriebliche Eingliederungsmanagement nach § 84 (2) SGB IX, über das in den vergangenen Jahren ausführlich berichtet wurde, ist mittlerweile in den Dienststellen etabliert. Im laufenden Jahr soll gemeinsam mit den Spitzenorganisationen der Gewerkschaften ein Evaluationskonzept als ein prioritärer Baustein der Vereinbarung nach § 94 HmbPersVG zur betrieblichen Gesundheitsförde- rung von 2008 erarbeitet werden. 4 „Gesundheitsförderung in der hamburgischen Verwaltung. Ein konzeptioneller Ansatz für die Integration der betrieblichen Gesundheitsförderung in das Personalmanagement. Hamburg 2002. Die Druckfassung ist zurzeit vergriffen; im Intranet zu finden unter http://www.hamburg.de/personalamt/veroeffentlichungen/30166/betriebliche-gesundheitsfoerderung.html 5 Im Internet zu finden unter http://www.hamburg.de/personalamt/veroeffentlichungen/29456/blickpunkt-personal.html