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Blickpunkt Personal: Personalbericht 2010 (Band 2)

56 blickpunkt personal Personalmanagementbericht 2010 Personalbericht 2010 Band 2: Personalmanagementbericht 56 nisationsstrukturen des LI richtet. Ziel des Projektes ist es, eine generelle Öffnung für interkulturelle Themen zu erreichen und die Angebote des LI zum Thema „Umgang mit kultureller Heterogenität“ in den Abteilungen Ausbildung (LIA), Fortbildung (LIF) und Prävention (LIP) quantitativ auszuweiten und qualitativ zu verbessern. Die Maßnahme ist Teil der Ziel- und Leistungsvereinbarung der BSB mit der BSG zum Handlungs- konzept „Integration von Zuwanderern“. Das Projekt richtet sich an die Beschäftigten in den Organi- sationsstrukturen des LI. Bisheriger Ablauf / Verfahren 1. Im September 2008 – Einsatz einer Projektgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern verschie- dener Abteilungen. Durch einen Teilnehmer ist auch eine direkte Verbindung zur Leitungsrun- de des LI sichergestellt. Die Beratungsstelle für Interkulturelle Erziehung (BIE) übernimmt die Leitung der Projektgruppe. 2. Bestandsaufnahme der laufenden Maßnahmen im Bereich Umgang mit kultureller Heterogeni- tät in der Lehrerbildung durch Workshops mit den Unterabteilungen im Schuljahr 2008/2009. Grundlage der Bestandsaufnahme ist ein von der BIE entwickelter Fragebogen und eine Kriterienliste auf der Grundlage einschlägiger Fachliteratur. 3. Unterabteilungen ergänzen / konkretisieren im Herbst 2009 ihre Maßnahmenplanung. 4. Zusammenfassung der einzelnen Maßnahmenplanungen zu einem Handlungskonzept auf den Ebenen „Kompetenz, Kommunikation und Organisationsentwicklung“ im Dezember 2009. 5. Im März 2010 wurde ein Workshop durchgeführt, an dem die LI-Leitungsrunde, ausgewählte Abteilungsvertretungen, die Projektgruppe sowie externe, interkulturelle Expertinnen und Ex- perten zu Fragen der Organisationsentwicklung teilnahmen. In diesem Workshop wurde das Handlungskonzept sowie seine Zielsetzung konkretisiert und verabschiedet. Bewertung Dieser Prozess des LI kann als bundesweit einzigartig gesehen werden. Andere – ähnlich gelagerte Beispiele sind ansonsten nur im Ausland zu finden. Dazu zählen z.B. die 2007 durch den Carl- Bertelsmann-Preis für Integration ausgezeichneten Projekte („Qualität in multikulturellen Schulen (QUIMS)“ der Bildungsdirektion Zürich und Projekt „Diversity is our strength“ der Schulbehörde in Toronto).35 Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass es sehr hilfreich ist, wenn in einer Projektgruppe bereits Leitungsmitglieder der Organisation beteiligt sind, um strategisch zu beraten und den Prozess zu befördern. Auch die Hinzuziehung externer Expertinnen und Experten empfiehlt sich frühzeitig, um die Beteiligten inhaltlich zu entlasten und den Prozess schnell voranzubringen. Anforderungen, die sich daraus für die Zukunft ableiten lassen Nach Verabschiedung des Handlungskonzepts und seiner Maßnahmen sollte geprüft werden, inwie- fern der Prozess nach außen kommuniziert und strategische Partnerinnen und Partner mit einbezo- gen werden können (z.B. die Leitstelle Integration und Zivilgesellschaft, die Arbeitsstelle Vielfalt, der Integrationsbeirat, Migrantenorganisationen und interkulturelle Einrichtungen). 35 Mehr Informationen dazu unter: www.bertelsmann-stiftung.de