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Blickpunkt Personal: Personalbericht 2010 (Band 2)

47 blickpunkt personal Personalmanagementbericht 2010 Personalbericht 2010 Band 2: Personalmanagementbericht 47 4. ist ein Beitrag der hamburgischen Verwaltung zur gesellschaftlichen Entwicklung, 5. dient der Stärkung des Selbstwertgefühls und ist Ansporn für andere, 6. hilft Vorurteile zu minimieren und abzubauen. Als konkrete Zielebenen des Interkulturellen Personalmanagements wurden beschrieben: Das Bemühen einer Organisation, die Zusammenstellung seiner Belegschaft an die interkultu- relle Pluralität der Gesellschaft anzupassen. Das Bemühen, eine interkulturelle Belegschaft so zu führen, dass sie durch ihre Vielfältigkeit und das damit verbundene Potenzial zur Wertschöpfung eines Unternehmens beiträgt. Während das erste Handlungsfeld darauf ausgerichtet ist, den Anteil von Menschen mit Migrations- hintergrund an der Belegschaft zu steigern – etwa durch ein aktives, zielgerichtetes Personalmarke- ting (vgl. Abschnitt D.5.1.), geht das zweite Ziel deutlich weiter. Hier geht es um Kernfragen von Füh- rung und Zusammenarbeit in den Behörden und Ämtern, um die interkulturellen, sozialen Kompe- tenzen der Führungskräfte und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und letztlich um die Organisati- onskultur. Schließlich wurden drei konkrete Handlungsfelder für die hamburgische Verwaltung beschrieben. Diese sind im Jahr 2009 nochmals konkretisiert und teilweise neu gefasst worden: 1. Rekrutierung von Nachwuchskräften und ausgebildetem Personal, 2. Kompetenzerwerb und Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit (Vermittlung von Wissen, Auseinandersetzung mit Haltungen und Werten, Veränderung von Verhalten, Umgang von Führungskräften im Umgang mit Vielfalt in Arbeitsgruppen und Teams), 3. Vermittlung der Ziele innerhalb der Organisation, Schaffen eines Rahmens für organisationa- les Lernen (Vermittlung des Themas innerhalb der Behörden und Ämter und gegenüber den Verwaltungskundinnen und Kunden). Dass die hamburgische Verwaltung bei der Interkulturellen Öffnung nicht am Anfang steht, zeigte die Beschreibung der Akteurinnen und Akteure, die teilweise noch unabhängig voneinander in dem Themenfeld Interkulturelle Öffnung aktiv waren und sind. Das Jahr 2009 stand bezogen auf die Interkulturelle Öffnung im Zeichen ihrer weiteren Vernetzung. Durch die Gründung der Arbeitsstelle Vielfalt zum 1. August 2009 entstand eine weitere (strategi- sche) Akteurin, mit neuen Schnittstellen zur Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbrau- cherschutz, Leitstelle für Integration und Zivilgesellschaft (BSG/ LIZ) auf der einen und zum Perso- nalamt einschließlich dem ZAF auf der anderen Seite (sieh auch Fußnote 3, Seite 4). Die BSG/ LIZ ist weiterhin federführend für das Controlling zur Umsetzung und Fortschreibung des Handlungskonzeptes zur Integration von Zuwanderern sowie für das Management des Integrations- beirats. Sie wird beim Controlling, welches in Form von Ziel- und Leistungsvereinbarungen mit Mei- lensteinen und Zeitschienen durchgeführt wird, von der Arbeitsstelle Vielfalt unterstützt und begleitet. Die Arbeitsstelle Vielfalt unterstützt die BSG bei der Entwicklung und den fachbehördlichen Umset- zungsschritten der Ziel- und Leistungsvereinbarungen, die aus dem Handlungskonzept zur Förde- rung der Integration von Zuwanderern entstanden sind und verfolgt gemeinsam ihre inhaltliche Fort- schreibung.