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Blickpunkt Personal: Personalbericht 2010 (Band 2)

40 blickpunkt personal Personalmanagementbericht 2010 Personalbericht 2010 Band 2: Personalmanagementbericht 40 Kernaussagen des Personalberichtes in Bezug auf die demografische Entwicklung und da- raus abgeleitete Maßnahmen Anhand der Auswertungen des Personalberichtes konnte beobachtet werden, dass der Frauenanteil in allen Statusgruppen und Laufbahnen angestiegen ist. Weiterhin wurde allerdings auch festge- stellt, dass Frauen in den oberen Bezahlgruppen unterrepräsentiert sind. Die vorliegende Ungleich- heit soll durch die weitere Umsetzung der 2007 geschlossenen Dienstvereinbarung Gleichstellung, einen Gleichstellungsbericht und vor allem auch durch die Errungenschaften des Audit „berufundfamilie“ beseitigt werden. Der Entschluss zur Teilnahme am Auditierungsverfahren „berufundfamilie“ stützt sich auf die Ergebnisse des Personalberichtes hinsichtlich der Ergebnisse zum Anteil von Frauen und zur Teilzeitquote. Neben dem Anstieg der Frauenquote war im Berichtszeitraum auch ein Anstieg bei den Teilzeitbe- schäftigten zu beobachten. Dieser kann zum Teil auch auf das Audit „berufundfamilie“ zurückgeführt werden und soll in Zukunft mit Hilfe des Audits ausgebaut und gestärkt werden. Sorgen wirft die Altersstruktur der Behörde auf. Wenn bis Ende des Jahres 2016 mehr als 26 % der Beschäftigten die Behörde aus Altersgründen verlassen haben werden, kommen zu dieser Zahl er- fahrungsgemäß noch ungefähr 1 % Fluktuationsfälle aus anderen Gründen hinzu. Bei den Altersabgängen sind besonders die „Technischen Berufe“ betroffen. Diese Tatsache führt teilweise schon jetzt zu Rekrutierungsengpässen von Fachkräften zur Nachbesetzung der Stellen. Die zukünftige, schrittweise Heraufsetzung der Altersgrenze auf 67 Jahre wird die Personalfluktuati- on nur unwesentlich beeinflussen, kommt sie doch im Planungszeitraum noch nicht voll zum Tragen. Da die hohen Abgänge von technischem Personal auch in anderen Behörden zu beobachten sind, hat sich die BSU – als für die Ausbildung des technischen Dienstes zuständige Behörde – dazu ent- schlossen die Ausbildungszahlen von technischem Personal von 23 Stellen auf nun 30 Stellen dau- erhaft zu erhöhen. Insgesamt bildet die BSU in den Laufbahnen des höheren und des gehobenen technischen Dienstes für 13 Fachrichtungen technische Nachwuchskräfte aus. Durch die Ausbil- dungsoffensive, die Teil der Konjunkturoffensive des Senats ist, werden zudem einmalig 10 zusätzli- che Nachwuchskräfte ausgebildet, die nach ihrer Ausbildung als „technische Beamte“ zur Verfügung stehen. Aufgrund der festgestellten hohen Abgänge im Bereich Umwelt ist die Ausbildung von Nachwuchskräften im Fachbereich Umweltschutz im gehobenen Dienst wieder eingeführt und im höheren Dienst neu aufgelegt worden. Die hohen Abgänge in den Bezahlgruppen E15, E15Ü, A15 und A16, die bei der Erstellung des Per- sonalberichtes festgestellt wurden, sollen unter anderem durch die Qualifizierung eigenen Füh- rungsnachwuchses nachbesetzt werden. Dazu dienst auch das EAC (Entwicklungs-Assessment- Center). Im EAC wird das Führungspotenzial von Führungsnachwuchskräften ermittelt und an- schließend spezifische Förderung und Qualifizierung personenbezogen entwickelt und durchgeführt. Die Fehlzeitenquote liegt unter dem Durchschnitt der Hamburger Verwaltung. Um weiterhin eine möglichst niedrige Fehlzeitenquote beizubehalten, werden gesundheitsfördernde Maßnahmen und Angebote beibehalten und ausgebaut. Gleiches gilt für das BEM. Außerdem werden Maßnahmen zur Gesundheitsförderung, z.B. im Rahmen von Gesundheitstagen angeboten (siehe Abschnitt D.2.4.).