
31 blickpunkt personal Personalmanagementbericht 2010 Personalbericht 2010 Band 2: Personalmanagementbericht 31 Folgende Rahmenbedingungen lassen zudem erwarten, dass die Integration der noch zu vermit- telnden Rückkehrerinnen und Rückkehrer nochmals deutlich erschwert wird: • Ein Großteil der Rückkehrerinnen und Rückkehrer mit hohem Vermittlungspotenzial ist mittler- weile auf ausfinanzierte Stellen versetzt. • Die Öffnung des internen Arbeitsmarktes im Berichtsjahr hat den Wettbewerb zwischen exter- nen und internen Bewerbern deutlich erhöht. • Die Konsolidierungsvorgaben lassen erwarten, dass sich das Stellenangebot der Behörden und Ämter durch eine entsprechende Bewirtschaftung freier Stellen reduzieren wird. Das Personalamt hat auf diese Entwicklungen frühzeitig reagiert und unter anderem den Anreiz für die Übernahme von Rückkehrerinnen und Rückkehrer auf Basis eines Beschlusses der Staatsrätin- nen und Staatsräte für die Jahre 2010 und 2011 deutlich erhöht. Insofern ist weiterhin eine hohe Dynamik in diesem Prozess zu erwarten. Dies wird noch dadurch verstärkt, dass im Jahr 2010 eine Entscheidung über die Zukunft der Rekru- tierungsprojekte zu treffen ist, in denen 43 % aller noch nicht dauerhaft vermittelten Rückkehrerinnen und Rückkehrer tätig sind. (vgl. dazu Abschnitt D.3.1). Zudem bestehen bis zum Abschluss der ge- richtlichen Überprüfung der geltend gemachten Rückkehrrechte von 357 Beschäftigten der ehemali- gen Reinigungsbetriebe CleaniG/ TexiG Unsicherheiten im Hinblick auf künftige Vermittlungserfor- dernisse. Auch ist zu berücksichtigen, dass angesichts der erheblichen Integrationsaufgabe der Rückkehren- den andere Aufgaben im Rahmen der überbehördlichen Mobilität in den Hintergrund gerückt sind, die ausdrücklich Bestandteil der Aufgaben der neuen Organisationseinheit sind. Insbesondere gilt es, die individuelle, eigenmotivierte Mobilität wieder deutlich zu beleben, um die Binnenflexibilität des internen Arbeitsmarktes weiter zu erhöhen. Einen entsprechenden Bedarf im Bereich der individuel- len Mobilität haben auch die mit allen Behörden und Bezirksämtern geführten Gespräche ergeben. Deutlich wird dies aber auch an den Erwartungen und Wünschen im Hinblick auf berufliche Mobilität, die Beschäftigte direkt an das Personalamt herantragen. D.3.3. Auswirkung der Öffnung des internen Arbeitsmarktes zum 1. Februar 2009 Der Senat hat am 6. Januar 2009 mit Wirkung zum 1. Februar 2009 eine Neufassung der „Anord- nung über Stellenmitteilungen und Stellenausschreibungen für die Beschäftigten der hamburgischen Verwaltung“ beschlossen. Wesentliche Neuerung war die Aufhebung des geregelten Einstel- lungsverfahrens mit dem Ziel, den im Hinblick auf diverse Berufsgruppen erschöpften internen Ar- beitsmarkt neu zu beleben.