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Blickpunkt Personal: Personalbericht 2010 (Band 2)

16 blickpunkt personal Personalmanagementbericht 2010 Personalbericht 2010 Band 2: Personalmanagementbericht 16 Gegenüber dem Vorjahr war im Jahr 2009 eine Zunahme der Langzeiterkrankungen um rund drei Prozentpunkte – von 53,8 % auf 56,7 % aller Erkrankungen – zu verzeichnen. Im gleichen Verhältnis ging die Quote der nicht Langzeiterkrankten von 46,2 % im Jahr 2008 auf 43,3 % im Berichtsjahr zurück. Es wird auch wieder versucht, die eingeschränkt dienstfähig gewordenen Beamten ab Mitte des Jahres 2010 mittels geeigneter Maßnahmen für allgemeine Verwaltungsaufgaben zu qualifizie- ren und so in den internen Arbeitsmarkt zu integrieren. D.2.4. Behördenprojekte der betrieblichen Gesundheitsförderung Das Konzept „Gesundheitsförderung in der hamburgischen Verwaltung“ aus dem Jahr 2002 benennt eine Reihe von strategischen Zielen in diesem Handlungsfeld. Wesentliche Ziele der betrieblichen Gesundheitsförderung aus organisatorischer Sicht sind der Erhalt und die Steigerung der Produkt- qualität, der Kundenzufriedenheit, der Wettbewerbsfähigkeit und der Handlungs- und Innovationsfä- higkeit sowie die Senkung der durch Fehlzeiten entstehenden Kosten. Aus Sicht der Beschäftigten trägt die betriebliche Gesundheitsförderung als Teil des Personalmanagements dazu bei, dass die Lebensqualität am Arbeitsplatz steigt, ihr körperliches Wohlbefinden wächst, sich der eigene Gesundheitszustand bessert und sie Unterstützung bekommen im Umgang mit Stress und Belas- tungen. Erreicht werden diese strategischen Ziele über die in den einzelnen Behörden und Ämter dezentral organisierten Angebote und Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung, die an die jeweilige Situation vor Ort adaptiert sind. In der hamburgischen Verwaltung gibt es deshalb seit Jahren eine stetig wachsende Vielzahl von Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung. Das Spektrum reicht von Bewegungspausen, die mehrmals wöchentlich angeboten werden, über Vorträge und Seminare – etwa zu Work-Life- Balance oder gesunder Ernährung – bis hin zu Angeboten wie Rückenschule, Nichtraucherkurse und Gesundheitstage. Es umfasst Gesprächskreise zu Sucht ebenso wie Gesundheitscoaching (siehe hierzu auch Abschnitt D.2.2.) und Führungskräfteschulungen zum Burnout-Syndrom, zu psy- chischen Auffälligkeiten und anderen gesundheitsrelevanten Themen. In einigen Behörden und Äm- tern können Beschäftigte auf eigene Kosten in der Mittagspause Massageangebote vor Ort nutzen. Manche Dienststellen bieten die für alle Beschäftigten kostenlosen Grippeschutzimpfungen des Ar- beitsmedizinischen Dienstes in ihren eigenen Räumlichkeiten an, manche nehmen mit großem Er- folg an der jährlichen Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ teil. Teilweise werden die Maßnahmen von den eigenen für Gesundheitsförderung, Sucht- oder Sozialberatung zuständigen Personen angebo- ten, häufig werden jedoch auch externe Fachleute beauftragt. Manchmal können sogar Beschäftigte neben ihrer eigentlichen Tätigkeit für die Durchführung gesundheitsförderlicher Maßnahmen gewon- nen werden: So leitete ein geschulter Mitarbeiter der Justizbehörde im Herbst 2009 über mehrere Wochen eine Walking-Gruppe an, die morgens durch Planten un Blomen lief. Verhaltens- und Verhältnisprävention Eine auf den Internetseiten des Personalamtes veröffentlichte8 tabellarische Übersicht über die im Jahr 2009 von den Behörden und Ämtern durchgeführten Maßnahmen zur Gesundheitsförderung zeigt, dass die Mehrzahl der angebotenen Veranstaltungen, Programme und Projekte auf Verände- 8 www.hamburg.de/personalamt/personalmanagement/gesundheitsfoerderung