
14 blickpunkt personal Personalmanagementbericht 2010 Personalbericht 2010 Band 2: Personalmanagementbericht 14 Im Bereich der Leitungskräfte bemüht sich das Bezirksamt Altona, Anträge auf Führungskräfte- Coachings zu realisieren, da diese einerseits das Verhalten der Führungskräfte in Hinsicht auf gesundheitsförderliche Führung verbessern helfen als auch die Leitungskräfte in ihrer individuellen Situation selbst unterstützen und entlasten. Die im Rahmen der Gesundheitsförderung im Bezirksamt geplanten und angebotenen Projekte und Maßnahmen stehen allen Beschäftigen des Bezirksamts, auch den Beschäftigten der drei vorge- nannten Berufskategorien, zur Verfügung. (5) Bezirksamt Wandsbek für Sozialpädagogische Fachkräfte Das Bezirksamt Wandsbek beschäftigt 266 Sozialpädagogische Fachkräfte. Das entspricht einem Anteil von 19,9 % des Personalbestandes. Die standardisierte Fehlzeitenquote für diese Berufskate- gorie lag 2009 bei 7,0 % (Richtwert 6,0 %). Die Berufskategorie der Sozialpädagogischen Fachkräfte erstreckt sich im Wesentlichen über die Fachämter Jugend- und Familienhilfe (164 Personen), Eingliederungshilfe (42 Personen) und Ge- sundheit (15 Personen) sowie über die Sozialen Dienstleistungszentren (SDZ) (45 Personen). Eine Analyse der Fehlzeitendaten hat ergeben, dass die Fehlzeitenquote im Fachamt Jugend- und Fami- lienhilfe unter dem Durchschnitt bei 5,4 % liegt. Die Fehlzeitenquoten im Fachamt Eingliederungshil- fe und im SDZ sind hingegen überdurchschnittlich hoch. Da das Bezirksamt Wandsbek für diese Berufskategorie erstmalig berichtspflichtig ist, sollen zu- nächst die Gründe für die überdurchschnittlich hohen Fehlzeiten gemeinsam mit den Fachamtslei- tungen analysiert werden. Das Fachamt Eingliederungshilfe wurde zum Januar 2009 von der Behör- de für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz (BSG) zum Bezirksamt Wandsbek ver- lagert. Deshalb soll geprüft werden, ob das Fachamt bereits vor der Verlagerung in das Bezirksamt hohe Fehlzeiten aufwies und die Ursachen hierfür möglicherweise noch in der Vergangenheit liegen. Insgesamt ergeben genauere statistische Auswertungen der Fehlzeitendaten für diese Berufsgrup- pe, dass der Anteil von Kurzfristerkrankungen (ein bis drei Tage) mit 76,9 % Anteil an den AU-Fällen gut zehn Prozentpunkte über dem FHH-weiten Durchschnitt von 66,6 % liegt. Das entspricht einem Anteil von 31,5 % an den AU-Tagen (FHH-weit: 17,1 %). Diese überdurchschnittliche hohe Quote bedarf zunächst einer genaueren Analyse gemeinsam mit den Fachamtsleitungen. Die Auswertungen zeigen weiter, dass ein großer Teil der Fehlzeiten von einem kleinen Teil der Be- schäftigten verursacht wird. Allerdings liegen hier die Quoten unter dem Durchschnitt der hamburgi- schen Verwaltung: 16,3 % der Krankheitstage wurden durch 1,1 % der AU-Fälle (14 Krankheitsfälle) mit einer Dauer von mehr als 30 Tagen verursacht. Im Fachamt Eingliederungshilfe verursachen 1,6 % der AU-Fälle (vier AU-Fälle) 20,5 % der Fehltage, in den SDZ verursachen 1,9 % der AU-Fälle (sechs AU-Fälle) 26,1 % der Fehltage. Die Begleitung von Langzeiterkrankten in BEM-Verfahren hat gezeigt, dass nur in wenigen Einzelfällen betrieblich beeinflussbare Gründe für hohe Fehlzeiten vor- handen sind. Zur Reduzierung der Fehlzeiten ist geplant, die BEM-Verfahren weiterhin erfolgreich durchzuführen. Diverse Schulungen für Führungskräfte sollen auch den Sozialpädagogischen Fachkräften zu Gute