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Blickpunkt Personal: Personalbericht 2010 (Band 2)

13 blickpunkt personal Personalmanagementbericht 2010 Personalbericht 2010 Band 2: Personalmanagementbericht 13 durch höhere Fallzahlen führt zu Erkrankungen, durch Vertretungserfordernisse steigt die Belastung weiter und führt letztlich zu langfristigen Ausfällen. Ferner wird ein Ansteigen der Fehlzeitenquote im Vergleich zum Vorjahr im Bereich derjenigen So- zialpädagogischen Fachkräfte des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) beobachtet, die zum Jah- reswechsel 2008/2009 Büroräume in einem neu errichtetem Sozialen Dienstleistungszentrum bezo- gen haben. Im ersten Halbjahr 2009 ist es dort zu subjektiv empfundenen Beeinträchtigungen durch Ausdünstungen neuer Einrichtungsgegenstände (Teppiche, Möbel) gekommen. Mehrere zeitnah in Auftrag gegebene Raumluftmessungen haben keine in gesundheitsschädigender Weise erhöhten Werte ergeben. Gleichwohl ist es zu Beginn des Jahres 2009 zu vermehrten krankheitsbedingten Ausfällen gekommen. Es ist davon auszugehen, dass es sich hierbei um ein temporäres Phänomen gehandelt hat. Neben der Intensivierung der Verfahren zum BEM – zum Beispiel durch das Angebot der Hinzuzie- hung der bezirksamtsinternen Sozialberaterin oder Unterstützung durch den AMD – möchte das Bezirksamt den von hohen Fehlzeiten betroffenen sozialpädagogischen Arbeitsbereichen Gesund- heitscoaching anbieten und strebt zu diesem Zweck einen Kontrakt mit dem AMD an. Die Bürofach-/Bürohilfskräfte (350 Personen) haben einen Anteil von 33,3 % am gesamten Perso- nalbestand des Bezirksamtes Altona. Die standardisierte Fehlzeitenquote betrug für das Berichtsjahr 9,3 % (Richtwert 7,9 %). Leitende/Entscheidende Verwaltungsfachleute (221 Personen) haben ei- nen Anteil von 18,5 % am gesamten Personalbestand des Bezirksamtes Altona. Die standardisierte Fehlzeitenquote betrug 7,1 % (Richtwert 4,9 %). Die Analyse der Fehlzeiten beider Berufskategorien hat ergeben, dass die Fehlzeitenquoten insbe- sondere in so genannten publikumsintensiven Dienststellen die FHH-Quote deutlich übersteigen. Ebenfalls in beiden Kategorien beruht etwa ein Drittel aller Fehltage auf Langzeiterkrankungen. Drei Viertel aller Erkrankungen übersteigen die Dauer von drei Tagen nicht. Die Beschäftigten in diesen Dienststellen sind durch den Publikumsverkehr erhöhten Gefährdungen ausgesetzt, die allein durch Ansteckungsgefahr, Lärmbelastung, aber auch aufgrund von Stress durch „schwieriges“ Publikum und Bedrohungssituationen entstehen können. Im Übrigen sind Bürofach- und Bürohilfskräfte sowie Leitende/Entscheidende Verwaltungsfachleute in allen Fachbereichen des Bezirksamtes vertreten. Maßnahmen speziell für diese beiden Berufs- gruppen sind dadurch erschwert. Das Bezirksamt Altona hat im Jahr 2009 diverse, häufig bereits viele Jahre freigehaltene Stellen nachbesetzt. Auf dieser Basis werden positive Effekte auf den Krankenstand durch Entlastung der einzelnen Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter erwartet. Neben der Durchführung der BEM-Verfahren soll das Projekt Gesundheitscoaching im Verlauf des Jahres 2010 auch den Beschäftigten der allgemeinen Verwaltung angeboten werden. Ferner ist ge- meinsam mit dem Zentrum für Aus- und Fortbildung geplant, für Beschäftigte des Grundsicherungs- amtes mit den Sozialen Dienstleistungszentren, die in besonders publikumsintensiven Abteilungen arbeiten, ein gezieltes Fortbildungsangebot zur Stärkung bzw. Entwicklung interkultureller Kompe- tenzen anzubieten. Auch diese – vordergründig nicht im Fokus der Gesundheitsförderung stehende – Maßnahme könnte zu Verringerung subjektiv empfundener Arbeitsbelastung führen.