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Blickpunkt Personal: Personalbericht 2010 (Band 2)

112 blickpunkt personal Personalmanagementbericht 2010 Personalbericht 2010 Band 2: Personalmanagementbericht 112 Die Frauen-/Gleichstellungsbeauftragten werden seit August 2009 von der Arbeitsstelle Vielfalt in der Justizbehörde betreut. Seitdem organisiert und moderiert diese bis zu viermal jährlich ein Treffen der Frauen-/Gleichstellungsbeauftragten, bei dem sie ihre Erfahrungen austauschen, Konzepte für ihre Arbeit entwickeln und Vorträge zu speziellen Themen hören können. Daneben erhalten neu gewählte bzw. ernannte Frauen-/Gleichstellungsbeauftragte jährlich ein An- gebot für ein Einführungsseminar, außerdem gibt es als Angebot ein Aufbauseminar für alle Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, beide vom ZAF organisiert. Zusätzlich können Frauen- /Gleichstellungsbeauftragte an verschiedenen Seminaren für Personalräte/-innen teilnehmen (siehe hierzu Übersicht in Abschnitt D.7.7). D.7.9. Fazit Mit dem 6. Erfahrungsbericht legt der Senat der Bürgerschaft entsprechend der gesetzlichen Vorga- be des Gleichstellungsgesetzes den Stand der Umsetzung vor. Seit dem letzten Erfahrungsbericht hat sich das Verhältnis von Frauen zu Männer – gemessen am statistischen Personalbestand – „umgedreht“: Die Verwaltung ist nun überwiegend weiblich, denn fast 52 % der Beschäftigten sind Frauen. Diese Entwicklung – 2006 betrug der Frauenanteil noch 49,5 % – hat dazu geführt, dass Frauen in vielen Bereichen präsenter sind als noch vor drei Jahren. Dennoch ist die Situation nicht überall befriedigend und Handlungsbedarf weiterhin gegeben. Deut- lich wird dies bereits bei der beruflichen Segregation in typische Frauen-, aber auch typische Män- nerberufe. Der Wunsch, dass mehr Frauen in männerdominierte Berufe eingestellt werden, hat sich zwar erfüllt, nicht jedoch in dem erforderlichen Ausmaß, obwohl die Zunahmen der Frauenanteile bei der Polizei und bei den technischen Berufen bemerkenswert sind. In den Erziehungsberufen wäre eine höhere Beteiligung von Männern erforderlich; stattdessen hat sich der Frauenanteil weiter er- höht. Hoffen lassen die Einstellungszahlen im Lehrerbereich im vergangenen Jahr, in dem zumin- dest anteilsmäßig männliche Bewerber erfolgreicher waren. Weiterhin Handlungsbedarf besteht bei der angemessenen Teilhabe von Frauen in Führungspositi- onen. Der vorliegende Erfahrungsbericht hat sich dieser Thematik besonders angenommen. Die Erfüllung des Regierungsprogramms mit der Zielvorgabe, dass Frauen und Männer mit einem Anteil von mindestens 40 % an Leitungspositionen in einem angemessenen Zeitraum zu beteiligen sind, war hier ein zusätzlicher Ansporn. Insgesamt betrachtet ist die hamburgische Verwaltung mit 37,3 % nicht weit vom Ziel entfernt, wie die erstmalige statistische Auswertung des Merkmals Füh- rungskraft ergab. Deutliche Unterschiede sind zwischen den Behörden, Ämtern, Landesbetrieben und Einrichtungen und bei Betrachtung weiterer Merkmale wie z.B. Laufbahngruppen festzustellen – stets am entsprechenden Frauenanteil aller Beschäftigten gemessen. In ihren Frauenförder- bzw. Gleichstellungsplänen haben sich viele Behörden, Ämter, Landesbetrie- ben und Einrichtungen dieser Thematik angenommen. Daran gilt es festzuhalten. Als problematisch gilt es offensichtlich, Führungsaufgaben in Teilzeit wahrzunehmen, ein Problem, von dem Frauen besonders betroffen sind, haben sie doch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in hohem Maße zu managen. Zunehmend sind davon auch Männer betroffen, allerdings noch zu einem geringen