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Blickpunkt Personal: Personalbericht 2010 (Band 2)

10 blickpunkt personal Personalmanagementbericht 2010 Personalbericht 2010 Band 2: Personalmanagementbericht 10 Bezirksamt Wandsbek für Sozialpädagogische Fachkräfte Justizbehörde für Vollstreckungs-/Vollzugspersonal (1) Behörde für Inneres für Berufsfeuerwehrleute Die Berufsgruppe der Berufsfeuerwehrleute hat einen Anteil von 17,0 % am Personalkörper der ge- samten Behörde für Inneres. Bei einem Personalbestand von 2.131 Vollkräften (statistischer Perso- nalbestand – Einzelplan und Feuerwehrakademie) lag die standardisierte Fehlzeitenquote der Feu- erwehr im Jahr 2009 bei 9,3 %. Sie liegt damit 1,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahr, jedoch weiter- hin über der standardisierten Fehlzeitenquote FHH-Gesamt von 6,7 %. Beschäftigte im Feuerwehreinsatzdienst sind sowohl höchsten körperlichen Belastungen als auch gefahrengeneigten Tätigkeiten ausgesetzt. Sie sind deshalb nur bei vollständiger Gesundheit dienst- und damit einsatzfähig. Dieser Umstand ist ein maßgeblicher Grund für die über dem Hamburger Durchschnitt liegende Fehlzeitenquote. Die Ausgangslage in der Feuerwehr ist komplex und vielschichtig. Sie reicht von hoher Arbeitsver- dichtung aufgrund steigender Einsatzzahlen insbesondere im Rettungsdienst, einer sich kontinuier- lich verschiebenden Alterspyramide (60 % der Feuerwehrbeamten sind über 40 Jahre alt), bis zum kontinuierlichen Anstieg des Anteils der Beschäftigten, die gar nicht oder nur eingeschränkt feuer- wehrdiensttauglich sind. Daneben bestehen Wechselwirkungen zwischen betrieblichen (Arbeitsbe- dingungen) und außerbetrieblichen Belastungen (unter anderem die eigene Lebensführung sowie Übergewicht als gesamtgesellschaftliches Problem, das sich bei Beschäftigten im Feuerwehrein- satzdienst unmittelbarer als anderswo auf ihre Einsatzfähigkeit auswirkt). Daher wurde im April 2009 ein Projekt eingerichtet, das sich dem Thema Gesundheit und Arbeitszu- friedenheit zuwenden soll. Die Projektorganisation aktiFit hat den Auftrag, Vorschläge zur Implemen- tierung eines umfassenden betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) zu entwickeln, das über die bisherigen Einzelmaßnahmen hinaus geht. Das Projekt hat bisher eine Vielzahl von Vorschlägen entwickelt, über deren Realisierung demnächst zu entscheiden sein wird. Ziel des BGM ist es, die Gesundheit und Arbeitszufriedenheit und damit die Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft aller Feuerwehrangehörigen zu erhalten und zu stärken. Es soll nachhaltig die Selbstverantwortung und Handlungskompetenz der Beschäftigten stärken (Verhaltensprävention) sowie das Arbeitsum- feld und die Organisation optimieren (Verhältnisprävention). Wesentliche Bausteine des BGM sind: Arbeitsschutz, Arbeitsmedizin, betriebliche Gesundheitsförderung (Prävention auf den Gebieten Sport, Ernährung, Sucht), Kultur (Miteinander, Kommunikation und Führung) sowie Organisations- und Personalentwicklung (einschließlich betrieblichem Eingliederungsmanagement, Arbeitsgestal- tung, Evaluation/Mitarbeiterbefragung). (2) Behörde für Inneres für Polizeivollzugsbedienstete Die Berufsgruppe der Polizeivollzugsbediensteten hat einen Anteil von 66,6 % am Personalkörper der gesamten Behörde für Inneres. Bei einem Personalbestand von 8.134 Beschäftigten im Polizei- vollzugsdienst (statistischer Personalbestand – Einzelplan) lag die standardisierte Fehlzeitenquote dieser Berufskategorie 2009 bei 7,9 % und ist damit gegenüber dem Vorjahr mit 7,5 % um