
99 blickpunkt personal Personalmanagementbericht 2010 Personalbericht 2010 Band 2: Personalmanagementbericht 99 Tabelle 19: Teilzeitquoten nach Status-, Laufbahn- und Altersgruppen in der hamburgischen Verwaltung im Jahr 2009 57 Ein wesentlicher Grund für höhere Teilzeitquoten im Arbeitnehmerbereich bei den über 60jährigen Männern und Frauen ist die Altersteilzeit. Frauen machen von dieser Möglichkeit mehr als Männer Gebrauch; so war 2009 die Zahl der Frauen in der Altersteilzeit mit 1.284 Beschäftigten höher als der Männer mit 790 Beschäftigten. Bei den Frauen vermischen sich in dieser Altersgruppe anscheinend zwei Einflüsse: Zum einen nehmen teilzeitbeschäftigte Frauen nicht wieder eine Vollzeitbeschäftigung nach der Familienphase auf, zum anderen gehen vollzeitbeschäftigte Frauen vorzeitig in den Ruhestand. Die Chance, eine Vollzeitbeschäftigung wieder aufzunehmen, hat nicht jede Beschäftigte. Während Beamtinnen und Beamte nach Ablauf der bewilligten Teilzeitbeschäftigung die Gewähr auf einen vollen Arbeitsplatz haben, ist dies bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern nur dann der Fall, wenn dies vertraglich vereinbart ist. In einigen Dienststellen wurden Reduzierungen der Arbeitszeit in der Vergangenheit teilweise nicht befristet, so dass betroffene Frauen sich einen Arbeitsplatz mit einer höheren Arbeitszeit suchen müssen, wenn sie wieder in größerem Umfang arbeiten möchten. Bei knappen Mitteln im Personalbudget ist dies nicht unbedingt gewährleistet. Die hohen Teilzeitquoten über die Familienphase mit der Betreuung der Kinder hinaus könnte aber auch Ausdruck dafür sein, dass nach der Kinderbetreuungszeit mehr und mehr Frauen in die Pfle- gesituation von Angehörigen kommen. Zunehmend werden davon – wie bereits erwähnt – Männer betroffen sein. Gesetzliche Regelungen mit der Möglichkeit der Teilzeitbeschäftigung und Beurlau- bung zur Pflege Angehöriger sind vorhanden. 57 Im gehobenen Dienst des Arbeitnehmerbereiches ist eine „Sonderentwicklung“ zu berücksichtigen, da eine hohe Zahl von Beschäftigten sonstige Vergütungen im Rahmen geringfügiger Beschäftigung (z.B. studentische Hilfskräfte an den Universitäten) erhalten, die sich bei Frauen und Männer unterscheiden. insge- samt bis 29 Jahre 30 bis 39 Jahre 40 bis 49 Jahre 50 bis 59 Jahre über 60 Jahre Männer 15,5% 13,9% 18,9% 14,3% 12,7% 18,4% Frauen 49,8% 27,7% 48,3% 55,4% 48,6% 51,1% Männer 5,1% 4,1% 5,8% 5,2% 4,2% 10,8% Frauen 42,7% 16,0% 44,6% 54,4% 45,1% 46,9% Männer 2,2% 1,2% 1,8% 2,7% 2,4% 7,1% Frauen 34,7% 7,4% 39,0% 47,2% 39,2% 39,7% Männer 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% Frauen 3,3% 0,0% 0,0% 5,0% 0,0% 0,0% Männer 28,6% 34,1% 29,2% 22,4% 22,6% 40,8% Frauen 51,2% 45,4% 51,6% 53,3% 50,4% 62,0% Männer 41,8% 87,3% 46,2% 16,4% 17,0% 32,2% Frauen 56,6% 76,2% 54,9% 51,4% 43,1% 57,3% Männer 12,0% 13,2% 14,0% 7,9% 9,9% 27,1% Frauen 47,3% 20,9% 52,9% 51,5% 46,0% 56,5% Männer 32,0% 87,1% 46,3% 19,2% 16,1% 39,6% Frauen 82,8% 94,8% 86,4% 81,7% 79,9% 81,1% Arbeitneh- merbereich Beamten- bereich höherer Dienst gehobener Dienst mittlerer Dienst einfacher Dienst höherer Dienst gehobener Dienst mittlerer Dienst einfacher Dienst