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harburg

32 Integration in Harburg Zuwanderung und das Miteinander verschiedener Kulturen haben in Harburg eine lange Tradition. Derzeit leben in Harburg fast52.000BürgerinnenundBürgermitMigra­tionshintergrund1 . Dies entspricht einem Anteil von 35 % an der Bevölkerung und liegt damit um fast zehn Prozent über dem Hamburger Durch- schnitt. Dabei ist der Anteil der Menschen mit Zuwanderungs- geschichte in den Harburger Stadtteilen sehr ungleich verteilt. Stadtteile mit vergleichsweise hohen Anteilen (Harburg, Neu- enfelde, Heimfeld, Sinstorf, Wilstorf, Eißendorf) stehen Stadt- teilen mit sehr geringen Anteilen gegenüber (etwa Moorburg, Francop, Marmstorf). Die Bevölkerungsgruppe der Menschen mit Migrationshinter- grund ist in Harburg zudem durch eine hohe Vielfalt der Her- kunftsländer gekennzeichnet. Vorrangig leben im Bezirk Men- schen aus der Türkei, dem östlichen Mitteleuropa, aus Süd- osteuropa und Zentralasien. Diese Vielfalt erhöht die Anfor- derungen an eine Integration, da das Zusammenleben einen interkulturellen Austausch auch zwischen den unterschied- lichen Gruppen voraussetzt. Harburg will die Chancen und Potenziale, die sich aus der un- terschiedlichen Herkunft seiner Bürgerinnen und Bürger er- geben, für ein ergiebiges und kulturell vielfältiges Zusammen- leben nutzen. Deswegen fördert der Bezirk durch eine Reihe von Projekten aktiv die Integration von Menschen mit Migra- tionshintergrund. Dazu gehören beispielweise das durch Mit- tel des Europäischen Sozialfonds geförderte Programm „STÄRKEN vor Ort“, das Schülerinnen und Schüler sowie Frauen mit Migrationshintergrund beim (Wieder-)Einstieg ins Berufsleben unterstützt, und die „Integrierte Stadtteilent- wicklung“, die im Rahmen der Entwicklung von benachteilig- ten Quartieren auch auf integrationspolitische Fragen abzielt. Darüber hinaus fördert der Bezirk Harburg die Integration auch im alltäglichen Zusammenleben, beispielsweise durch ent- sprechende Schulungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbei- tern, um einen niedrigschwelligen und interkulturell offenen Zugang zu Behörden und Bildungsangeboten zu ermöglichen oder auch durch die Schulung von Jugendlichen mit Migrati- onshintergrund zu sogenannten Bildungsscouts, damit diese Eltern schulpflichtiger Kinder aus dem gleichen Kulturkreis mit dem deutschen Schulsystem vertraut machen. Zusätzlich versucht der Bezirk, durch verschiedene Initiativen, Kampa- gnen und kulturelle Veranstaltungen die Harburger Öffentlich- keit für die Herausforderungen der Integration zu sensibilisie- ren und auf die damit einhergehenden Chancen aufmerksam zu machen. So verleihen die Bezirksversammlung und das Bezirksamt beispielsweise seit einigen Jahren jährlich den Harburger Integrationspreis für besondere, integrationsför- dernde Projekte im Bezirk. 1 Personen mit Migrationshintergrund sind nach der Definition des Statisti- schen Bundesamtes und des Mikrozensus ausländische Staatsangehörige, Spätaussiedler, Eingebürgerte sowie Kinder von Zugewanderten der ersten Generation „MeinehrenamtlichesEngagementinHarburgbereichertmeinLeben.IchhabevieleKontaktezuvielenunterschiedlichen LeutenunddadurchdasGefühl,etwasSinnvolleszutun.Dadurchspüreich,dassichtrotzmeinerBehinderung nochgebrauchtwerdeundfüranderedaseinkann.DasgibtmirZufriedenheitundhältmichinBewegung.“ Ute Feucht, Rentnerin und ehrenamtliche Harburger Zukunftslotsin Stadt- und Stadtteilentwicklung Ihre Ansprechpartner im Bezirksamt Fachamt Sozialraummanagement Integration 4 28 71-24 17 Harburger Rathauspassage 2 Fax 4 27 90 73 16 21073 Hamburg © Volker Witt/www.fotolia.com © Sabine Meyer/www.pixelio.de