
2 / 3 Im Jahr 2011 feiern Deutschland und Japan das 150jährige Bestehen diplo- matischer Beziehungen zwischen beiden Staaten. Auch die Freie und Hanse- stadt Hamburg kann in diesem Jahr auf ein 150 Jahre langes, von gegensei- tigem Respekt geprägtes Verhältnis zu Japan zurückblicken. Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Hamburg und Japan haben ihre Wurzeln im 19. Jahrhundert. Bereits zwei Jahre vor dem Japanisch- Preußischen Freundschafts- und Handelsvertrag von 1861 gründete sich die heutige Hamburger Handelsgesellschaft C. Illies & Co. in Nagasaki. Das Unternehmen ist das älteste ausländische in Japan. Es steht Beispiel gebend für die engen wirtschaftlichen Kontakte zwischen Hamburg und dem Kaiser- reich in Fernost, die nie abrissen. Nur unwesentlich jünger als die wirtschaftlichen sind die diplomatischen Beziehungen zwischen Hamburg und Japan. Bereits im Jahr 1883 eröffne- te Japan ein Konsulat in Hamburg, das 1910 zum Generalkonsulat wurde. Ausdruck der über die Jahre gewachsenen Freundschaft zwischen beiden Partnern ist heute die Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Osaka so- wie die Hafenpartnerschaft zwischen den Häfen in Hamburg und Yokohama. 150 Jahre Freundschaft zwischen Deutschland und Japan – das ist ein Grund, zurückzublicken und sich über eine gewachsene Freundschaft zu freuen. Diese Freude wird im Jubiläumsjahr aber geschmälert durch die Aus- wirkungen von Erdbeben und Tsunami, die an der Nordostküste Japans am 11. März 2011 über 10.000 Menschenleben kosteten und schwere Schäden anrichteten. Diese Naturkatastrophe mit all ihren Folgen hat Japan und Hamburg näher zusammenrücken lassen. Die Freundschaft zwischen Hamburg und Japan besteht nicht nur in guten Zeiten. Sie besteht auch in Zeiten der Not. Umso wichtiger ist es, die bestehenden Kontakte weiter zu vertiefen und neue zu knüpfen. Die hamburgisch-japanische Freundschaft soll auch in schwierigen Zeiten wachsen. Olaf Scholz Erster Bürgermeister